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Sie sind hier - Offene Ganztagsschule

In §2 NSchG wird der umfassende Bildungs- und Erziehungsauftrag von Schule beschrieben. Die Franz-Mersi-Schule kann als Offene Ganztagsschule die dafür erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten für Schülerinnen und Schüler mit dem Unterstützungsbedarf im Bereich Sehen bestmöglich vermitteln.

 

Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf in den Bereichen „Sehen, visuelle Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung“ haben nur wenige Begegnungsmöglichkeiten am Heimatort und können aufgrund ihrer Behinderung dort viele Aktivitäten nicht wahrnehmen. Die Ganztagsschule eröffnet ihnen mehr Kontaktmöglichkeiten mit sehbehinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen sowie soziale Lernmöglichkeiten.
Dies kann bereits teilweise ermöglicht werden durch das seit drei Schuljahren bestehende „TANDEM-Projekt“ mit der Ludwig-Windthorst-Schule.

Die Schülerschaft an der Franz-Mersi-Schule ist besonders heterogen:

Weniger als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler sind Einschulungskinder, die anderen wechselten zur Franz-Mersi-Schule während der Grundschulzeit oder -in den letzten Schuljahren vermehrt- später ab Klasse 5- 7.

Die Schülerinnen und Schüler kommen nicht aus einer Stadt, sondern ca. zur Hälfte aus der Region Hannover und zur Hälfte aus den angrenzenden Landkreisen.

Darüber hinaus gibt es die Unterschiede in der sozialen und kulturellen Herkunft.

Die daraus erwachsenden Herausforderungen an den schulischen Alltag, wie z. B. die ständige Integration neuer Kinder und Jugendlichen in die Klassen- und Schulgemeinschaft, sind durch eine Ganztagsschule mit gemeinschaftsbildenden Elementen leichter zu bewältigen.

Alle Schülerinnen und Schülern sind sehbehindert. Dieses medizinisch definierte Merkmal ist allen gemein, aber nicht gleichzeitig auf der sozial-emotionalen Ebene Gemeinschaft stiftend.

Durch eine Ganztagsschule mit gemeinschaftsbildenden Elementen ist erreichbar, dass die Schülerinnen und Schüler sich in vielen Facetten mit der Schule identifizieren können und die Schülerschaft sich selbst als Peergroupe erfährt.

Zusätzlich zum jeweiligen Fächerkanon sind sehbehindertenspezifische Inhalte und Fördermaßnahmen erforderlich, um die Chancen der Schülerinnen und Schüler für eine mögliche Rückschulung in die Regelschule im Sinne des Inklusionsgedankens oder für eine erfolgreiche Berufsausbildung zu erhöhen. Im Rahmen einer Ganztagsschule können diese Inhalte und Maßnahmen im notwendigen Rahmen realisiert werden.

Eine Schule in Ganztagsform eröffnet die Möglichkeit, zusätzliche Angebote an außerschulischen Lernorten zeitintensiver und damit besser zu nutzen.

 

Sehbehinderte Schülerinnen und Schüler lernen deutlich langsamer. Die Ganztagsschule eröffnet mehr gemeinsame Übungs- und Aufarbeitungsmöglichkeiten, z. B. durch Übungs- oder Förderstunden.

Sehbehinderte Schülerinnen und Schüler sind bei der Bewältigung visueller Aufgaben in der Schule besonders belastet, was dadurch Gewicht erhält, das 80% der Sinneswahrnehmung über das Sehen erfolgt. Dies führt u. a.  zu Konzentrationsschwächen und vermehrten Störungen des Unterrichts. Eine Ganztagsschule kann mehr handlungs- und projektorientierte „Lernsettings“ ermöglichen.
Eine weitere Belastung sind die oft sehr langen Fahrtzeiten (einfache Fahrtdauer bis zu 90 Minuten). Durch eine veränderte Rhythmisierung des Schultages in der Ganztagsschule kann mit Pausen- und Bewegungsangeboten, z. B. auf den Bewegungsdrang von Jungen, angemessen eingegangen werden. Das „Austoben“ ermöglicht später wieder konzentriertes Arbeiten im Unterricht.
Zudem verbessert sich die Relation zwischen Fahrtzeiten und Lernzeiten in der Schule.
Dies entspricht auch den Anforderung nach 1.3 aus dem Erlass „Die Arbeit in der öffentlichen Ganztagsschule“ (RdErl. d. MK v. 16.3.2004).


Schulen in Ganztagsform bieten den Erziehungsberechtigten Verlässlichkeit im Hinblick auf die Betreuung ihrer Kinder in Zeiten, in denen sie berufstätig sind.
Die Elternschaft der Franz-Mersi-Schule war mit der Einführung der Offenen Ganztagsschule in hohem Maße einverstanden. Der Elternfragebogen wurde an alle 69 Eltern ausgegeben. Es kamen 43 Fragebögen zurück. Davon haben sich 33 Eltern ausdrücklich für die Ganztagesschule ausgesprochen, 6 Eltern waren unentschieden und nur 4 Eltern ausdrücklich dagegen. Sehr großes Interesse bestand an der Teilnahme am Mittagessenangebot.

Die  Ganztagsschule eröffnet allen Schülerinnen und Schülern der Franz-Mersi-Schule die Möglichkeit, eine angemessene Mittagspause mit Essensversorgung sowie zusätzliche Förderungen und soziale Begegnungen mit Gleichaltrigen in Freizeit ergänzenden Maßnahmen zu erhalten.

Franz-Mersi-Schule

Förderzentrum Sehen 

Ganztagsschule und Mobile Dienste

Altenbekener Damm 79, 30173 Hannover

(0511) 22 06 42 14

info@franz-mersi-schule.de